Ausland Auswanderung Thailand

Niedrige Lebenshaltungskosten, eine hohe Lebensqualität, ein Leben unter Palmen und ganzjährig mild bis sommerliche Temperaturen. Das Land in Südostasien verzaubert jedes Jahr auf neue tausende Touristen und nicht wenige von ihnen spielen mit dem Gedanken sich eine längere Zeit im Königreich niederzulassen.

Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass bereits ca. 40.000 Deutsche sich Thailand als neue Wahlheimat ausgesucht haben. Die Hauptsprache ist Thai und wird in verschiedenen Dialekten mehrheitlich gesprochen.

Gesundheit

Das tropisch-monsuale Klima und Jahresdurschnittstemperaturen von 19°C im Norden und 28°C im Süden ist nicht nur sehr angenehm zum Leben, es hilft auch um einigen Alterskrankheiten entgegenzuwirken. Der thailändischen Bevölkerung steht eine kostenfreie Krankenversorgung zu. Von diesem Luxus können Einwanderer leider keinen Gebrauch machen. Daher muss eine private Krankenversicherung abgeschlossen werden. Hier ist jedoch Vorsicht geboten. Viele Thailändische Versicherungen habe für Ausländer eine Altershöchstgrenze. Sie sollten dies beim Abschluss einer solchen unbedingt kontrollieren. Die medizinische Versorgung ist gerade in den Großstädten sehr gut ausgebaut und modern.

Arbeit

Thailand ist gerade für Menschen mit einem gesicherten Grundeinkommen, wie zum Beispiel die Altersrente sehr attraktiv. Diese wird nämlich zu 100 % nach Thailand ausgezahlt. Wer sich seinen Lebensunterhalt in einem Angestelltenverhältnis verdienen möchte, dem ist von Thailand abzuraten. Für eine Anstellung in einem Thailändischen Unternehmen bedarf es einer Arbeitsgenehmigung, welche jedoch erst ab einem Mindestgehalt von etwa 1.600 € ausgestellt wird. Für Thailändische Verhältnisse ist solch ein Monatsgehalt ein absoluter Spitzenverdienst und wird demnach schwer zu erreichen sein.

Viele Auswanderer streben daher die Selbstständigkeit an. Es ist jedoch zu beachten, dass es Ausländer nur gestattet ist eine Kapitalgesellschaft zu betreiben. Hierbei muss eine thailändische Partnerfirma mindestens 51% halten.

Kriminalität

Die Kriminalität in Thailand ist im Vergleich zu anderen Reiseländern ausgesprochen gering. Jedoch sollten Sie wie in jedem Touristengebiet wachsam bleiben. Zu den häufigsten Delikten zählen Diebstähle und Abzocke. Unter allen Umständen sollte Sie Kontakt mit Drogen vermeiden. Der Besitz größerer Mengen (nicht nur harte) kann immer noch mit dem Tode bestraft werden. Alles in allem bietet Thailand aber ein sehr sicheres Lebensumfeld. Bitte prüfen Sie regelmäßig die Informationen des Auswärtigen Amtes.

Lebenhaltungskosten

Die sehr günstigen Lebenshaltungskosten sind einer der größten Vorzüge Thailands. Für ein Jahresvisum müssen mindestens ca. 1.500€ monatlich auf ihrem Konto nachgewiesen werden. Natürlich kann man in Thailand auch mit deutlicher weniger auskommen. Wie in Deutschland auch, schwankt je nach eigenem Lebensstandard die benötigte Geldsumme.

Auswanderbestimmungen

Ohne Visum ist es Ihnen gestattet 30 Tage in Thailand zu verweilen, der Aufenthalt kann jedoch auf maximal 90 Tage verlängert werden. Die Visa können Sie im heimischen Konsulat beantragen

Für Personen ab dem 50. Lebensjahr (oder Ehepartner von Thailändern sowie Freiwilligenarbeiter) besteht die Möglichkeit zum Erwerb des - Non Immigrant „O“ Visum. Dieses ist bis zu einem Jahr gültig und erlaubt Aufenthalte von 90 Tagen. Für eine Verlängerung wird eine Ausreise nötig, oder ein Besuch beim Immigrationsbüro.

Folgende Bedingungen müssen erfüllt sein:

  • Ein Guthaben auf der Bank von mindestens THB 800.000 (ca. 22.200 €)
  • Ein monatliches Einkommen von THB 65.000 (ca. 1.800 €)
  • Oder eine Kombination aus beiden

Schlussendlich müssen jährlich monetäre Mittel von mindestens THB 800.000 zur Verfügung stehen.

Eine andere recht unbekannte Möglichkeit ist das sogenannte „Elite-Programm“. Durch einmalige Zahlungen erhalten Sie hier bis zu 20 Jahre Daueraufenthaltsgenehmigungen. Für Informationen können Sie uns gerne ansprechen.

Es ist in jedem Fall empfehlenswert das Thailändische Konsulat zu kontaktieren und Informationen einzuholen.

Trotz des doch recht simplen Prozesses empfehlen wir ausdrücklich die Zuhilfenahme eines Einwanderungshelfers. Diese ersparen eine Menge Zeit und Nerven. Aufgrund bisheriger Zusammenarbeit können wir hier auch eigene Empfehlungen aussprechen. Bei weiteren Fragen können Sie natürlich gerne auf uns zukommen.

Immobilien in Thailand

Bei Kauf von Immobilien in Thailand sind verschiedene Aspekte zu beachten, bspw. ist der Kaufpreis in Thailändischen Bath zu entrichten, Angebotspreise unterliegt demnach stetigen Kursschwankungen. Auch besteht seit 2008 nicht mehr die Möglichkeit eine Thailändische Firma zu gründen und über diesen Umweg Grundstücke zu erwerben.

Möglichkeiten des Landkaufs und des Besitztums für Ausländer in Thailand

  1. Grundsätzlich erlaubt das geltende Recht in Thailand einem Ausländer nicht, Land zu kaufen oder es zu besitzen.

  2. Der Kauf eines Grundstückes kann also prinzipiell nur von Thai zu Thai erfolgen.

  3. Eine gängige und wohl zu 90% praktizierte Möglichkeit ist die Kombination von:

    • Kauf der Immobilie
    • Pachten des Grundstückes
  4. Der Pachtvertrag zwischen dem Ausländer und dem Thailändischen Landbesitzer, wird zunächst auf 30 Jahre abgeschlossen, dann auf 60 Jahre verlängert und anschließend auf 90 Jahre festgeschrieben.

  5. Die anfallenden Nebenkosten (Anwalt, Steuern, Grundbucheintragungen etc.) teilen sich Käufer und Verkäufer zu jeweils 50 % und liegen bei ca. 4.000 € pro Partei.

Es existieren dabei verschiedene Landtitel, welche jeweils unterschiedliche Rechte und Pflichten mit sich bringen. Eine Übersicht kann Ihnen auf Anfrage gern zur Verfügung gestellt werden.

Grundstücke, die als Bauland geeignet sind

Nor Sor 3

Nor Sor 3 beurkundet, daß dem Inhabers des Dokuments das betreffende Grundstück von der Regierung zugeteilt wurde und er das Grundstück nutzen kann. Nor Sor 3 ist jedoch kein eindeutiger Landtitel. Er bezieht sich lediglich auf den Inhaber und die Nutzung des Grundstücks.

In der Urkunde ist weder die Parzelle exakt mit Vermessungspunkten dokumentiert, noch wird in irgendeiner Weise Bezug auf die angrenzenden Parzellen genommen. Das Grundstück kann zwar gekauft und verkauft werden, exakte Vermessungsangaben jedoch fehlen, die Begrenzungen ergeben sich mehr oder weniger aus der Lage der Nachbargrundstücke. Es ist nicht auszuschließen, daß es bei der Bebauung zu Grenzstreitereien kommen kann.

Nor Sor 3 Ghaw

Diese Urkunde, bekannt auch als Nor Sor 3 Kor oder Nor Sor 3 Gor, beinhaltet im Prinzip die selben Rechte wie beim Nor Sor 3. Der wesentliche Unterschied besteht darin, daß die Parzelle genauestens mit allen Vermessungspunkten dokumentiert ist und einen genauen Plan des Grundstücks im Maßstab 1:5.000 enthält.

Nor Sor 3 und Nor Sor 3 Ghaw sind Besitzurkunden, die dem Inhaber das Recht einräumen, das Grundstück zu Wohnzwecken oder auch gewerblich zu nutzen. Urkunde wird bei Gericht anerkannt, falls es zu Streitereien mit anderen Personen oder den Behörden kommt.

Der Kauf eines Nor Sor 3 Ghaw Grundstückes bringt für Ausländer relativ selten Probleme mit sich. Die Nutzung des Grundstücks ist dokumentiert, die Grenzen sind genau festgelegt und es kann weiterverkauft werden. Jedoch werden aus der Urkunde keine Eigentumsrechte hergeleitet. Einzig und allein ein Chanot ist der Nachweis des Eigentumsrechts.

Nor Sor 4 Jor (Chanot)

Nor Sor 4 Jor oder auch „Chanot Thi Din“ genannt, ist die Urkunde, die das Eigentumsrecht des Inhabers dokumentiert, vergleichbar mit dem hiesigen Grundbuchauszug. Einzig und allein die in dieser Urkunde namentlich aufgeführte Person wird als Eigentümer des Grundstücks betrachtet. Das Dokument wird überall als Nachweis für den Besitz eines Grundstücks anerkannt. Auch dient es Banken als Sicherheit bei der Beleihung des Grundstücks.