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Die EnEV 2014 ist in Kraft getreten

Administrator (compas) on Aug 02 2016

Tabelle Effizienzklasse EnEV 2014"Die Bundesregierung hat am 16. Oktober 2013 die Novellierung der Energieeinsparverordnung mit den Änderungen des Bundesrats-Beschlusses vom 11. Oktober 2013 beschlossen."

 

Die Verkündung der Änderungen erfolgte im Bundesgesetzblatt vom 21. November 2013.

 

Die Neuerungen treten überwiegend am 1. Mai 2014 in Kraft[5].

 

Die Überarbeitung der Energieeinsparverordnung findet ihren eigentlichen Ursprung im Kyoto-Protokoll von 1997 und dem damit verbundenen Ziel der Bundesregierung, bis 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen. Inhaltliche Grundlage des aktuellen Beschlusses ist die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (2010/31/EU).

Eigentlich schreibt die EU-Richtlinie ein Inkrafttreten der Landesregelung bis zum 9. Januar 2013 vor. Dieser Termin konnte nicht gehalten werden. Der in Fachkreisen schon länger kursierende Begriff EnEV 2014 statt EnEV 2012, stellt sich mittlerweile als richtig heraus.

Als Nachweisverfahren sollte die DIN 4108 auch im Wohngebäude ganz von der DIN 18599 abgelöst werden. In der beschlossenen Fassung der EnEV bleibt das Nachweisverfahren der DIN 4108 mit DIN 4701-10 für Wohngebäude gültig. Mit dem sogenannten Modellgebäudeverfahren wird sogar ein vereinfachtes drittes „Nachweis“verfahren eingeführt.

Zu den wichtigsten Änderungen zählen:

  • Hausbesitzer müssen bis 2015 Öl- und Gasheizungen, die vor dem 1. Januar 1985 eingebaut wurden, gegen moderne Heizsysteme austauschen. Für viele Altanlagen gibt es Ausnahmen.
  • Verschärfung der Anforderungen an den Primärenergiebedarf von Neubauten in einer Stufe um 25 %, ab dem 1. Januar 2016.
  • Verschärfung der Anforderung im Neubau an die Mindestqualität der Gebäudehülle, um durchschnittlich 20 % ab dem 1. Januar 2016.
  • Keine Anhebung der Anforderungen bei der Sanierung von Gebäuden.
  • Heizkessel, die älter als 30 Jahre sind. dürfen ab 2015 nicht mehr betrieben werden. Ausnahmeregeln betreffen eigen genutzte Wohnhäuser.
  • Verpflichtung der Bundesländer zu Stichprobenkontrollen der Energieausweise, der Einhaltung der EnEV-Neubauanforderungen und der Berichte über die Inspektion von Klimaanlagen.
  • Modellgebäudeverfahren. Zusätzliches vereinfachtes Nachweisverfahren für Wohngebäude (an enge Kriterien gebunden). Auch EnEV Easy genannt.

Die wichtigsten Änderungen zum Energieausweis sind:

  • Neuskalierung mit Angabe von Energieeffizienzklassen im Bandtacho.
  • Vorlagepflicht bei Vermietung und Verkauf bis hin zu Pflichtangaben zur Energieeffizienz bei Immobilienanzeigen.

Wenn zum Zeitpunkt der Anzeigenschaltung (gemeint sind Inserate in kommerziellen Medien gleich welcher Art) kein gültiger Energiepass vorliegt, dann müssen die Angaben gem. EnEV 2014 nicht in der Anzeige aufgeführt sein. Ein gültiger Ausweis muss spätestens beim Besichtigungstermin vorliegen. Für die Einhaltung der Pflicht ist der Verkäufer oder der Vermieter verantwortlich.

Bei Wohngebäuden sind diese Pflichtangaben:

  1. die Art des Energieausweises (Energiebedarfsausweis oder Energieverbrauchsausweis),
  2. den im Energieausweis genannten Endenergiebedarfs- oder Endenergieverbrauchswert für das Gebäude,
  3. die im Energieausweis genannten wesentlichen Energieträger für die Heizung des Gebäudes,
  4. das im Energieausweis genannte Baujahr und
  5. die im Energieausweis genannte Energieeffizienzklasse.

Diese Angaben können abgekürzt werden, wenn diese Abkürzungen unmissverständlich sind oder wenn in der Publikation ein erklärendes Verzeichnis ist.

Mögliche Abkürzungen sind

  1. Art des Energieausweises
    • Verbrauchsausweis: V
    • Bedarfsausweis: B
  2. Der Energiebedarfs- oder Energieverbrauchswert aus der Skala des Energieausweises in kWh/(m²a). (§ 16a Abs. 1 Nr. 2 EnEV), z.B. 227,5 kWh
  3. Der wesentliche Energieträger (§ 16a Abs. 1 Nr. 3 EnEV)
    • Koks, Braunkohle, Steinkohle: Ko
    • Heizöl: Öl
    • Erdgas, Flüssiggas: Gas
    • Fernwärme aus Heizwerk oder KWK: FW
    • Brennholz, Holzpellets, Holzhackschnitzel: Hz
    • Elektrische Energie (auch Wärmepumpe), Strommix: E
  4. Baujahr des Wohngebäudes (§ 16a Abs. 1 Nr. 4 EnEV) Bj., z.B. Bj 1996
  5. Energieeffizienzklasse des Wohngebäudes bei ab 1. Mai 2014 erstellten Energieausweisen A+ bis H, z.B. D (siehe Tabelle)

Die abgekürzten Pflichtbestandteile könnten bei Berücksichtigung aller Angaben wie nachfolgend umgesetzt werden: 123 kWh/(m²a), Fernwärme aus Heizwerk, Baujahr 1963, Energieeffizienzklasse gemäß obenstehender Tabelle V,123 kWh, FW, Bj. 1963, D

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass im Neubau auf eine moderate Anforderungserhöhung und bei Sanierungsmaßnahmen auf Anreize durch den Ausbau und Aufstockung von Fördermaßnahmen gesetzt wird. In der Politik wird hier auch von einer Modernisierungsoffensive gesprochen.

80 Prozent der Deutschen heizen mit veralteter Technik. Dennoch erfasst die EnEV 2014 nur wenige dieser überholten Heizungen. Rund 11 Millionen alte Niedertemperaturheizungen fallen nicht unter die Austauschpflicht, entsprechen aber auch nicht dem Stand der Technik. Der Bundesverband Erneuerbare Energie kritisierte die EnEV daher als "wirkungslos".[6]."

Quelle:http://de.wikipedia.org/wiki/Energieeinsparverordnung#Die_EnEV_2014

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