Immobilien Ratgeber

Immobilienratgeber - Anregungen und Tipps für Käufer und Verkäufer, für Mieter und Vermieter

Alle Jahre wieder - 2017 was gibts Neues

Thomas Busch on Jan 13 2017

Eigenheimzulage? Grunderwerbssteuer Erhöhung? Neue Bauvorschriften? Strompreiserhöhung ?

Kein Jahr vergeht ohne das neue Gesetze und Bestimmungen unser Leben erschweren oder versüßen. Geht es um die Grunderwerbsteuer welche mittlerweile utopische Höhen annimt, oder geht es um den bis heute im Überfluss erzeugten sogenannten Öko-Strom, es gilt neue Hürden zu überwinden aber auch nützliche Vorteil zu ziehen.

Die Grunderwerbsteuer wurde wieder einmal angepasst!

Seit 1. Januar 2017 müssen Käufer im Bundesland Thüringen statt 5 % jetzt aktuell 6,5 % Grunderwerbsteuer zahlen. Ein herber Schlag für Immobilien-Interessenten, welche letztes Jahr sich noch nicht für eine Immobilie entscheiden konnten. Durch die nun gestiegene Grunderwerbssteuer wird es sicherlich auch schwieriger mit der Finanzierung von Immobilien, da die Erhöhung sich auf den Immobilieerwerbspreis nicht auswirkt und das zu erbringende Eigenkapital um so höher sein muss.
In den Bundesländern Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Saarland und Schleswig-Holstein beträgt der Steuersatz seit etwas längerer Zeit mittlerweile 6,5 %. Sachsen und Bayern hat noch den niedrigeren Steuersatz von 3,5 %. Landespolitsch gesehen sollten die beiden Länder auch weiterhin von einem gesunden Wirtschaftswachstum profitieren aufgrund des niedrigen Investoren freundlichen Steuersatzes.

Immobilienpreisblase - weitere Instrumente der Kreditbremse

Mit den durch die EU in 2016 aufgezwungenen Kreditrichtlinien, wurde zum Teil die Darlehensvergabe für ältere Kreditnehmer verschärft. Ein Grund dafür war die Umsetzung der EU-Richtlinien für Wohnimmobilien. Dieses Jahr müssen Kreditnehmer mit weiteren Änderungen rechnen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) soll die Möglichkeit und die Hnadhabe bekommen, um die Kreditvergabe von Banken an Immobilienkäufer einzuschränken. Jenes Gesetz tritt bis zum Sommer 2017 in Kraft. Ziel ist es kommende Immobilienblasen abzuschwäschen bzw. Warnungen vor einer Immobilienblase frühzeitig auzugeben. Durch die Bundesbank sollen Kreditobergrenzen im Verhältnis zum Einkommen und zu Mindesttilgungshöhen geprüft und vorgegeben werden.

Eigenheimförderung/Baukindergeld - kommt es oder kommt es nicht?

Die Bundesbauministerin Barbara Hendricks will die Eigenheimzulage aus der Versenkung holen, um mehr Menschen das Wohneigentum zu ermöglichen. Bei der neuen Wohnraumförderung soll die Förderung als Familienbaugeld deklariert werden, welches abhängig von der Kinderzahl mit bis zu 20.000 Euro unterstützt werden soll. Die Förderung gibt es nur für Familien mit bis zu 70.000 Euro Jahreseinkommen, und soll auf Gegenden mit knappem Wohnraum beschränkt werden. 
Seitens der Union gibt es ein Alternativvorschlag namens Baukindergeld, welches einmal jährlich zum Kindergeld zugezahlt werden soll, welches ebenfalls jungen Familien beim Eigenheimbau helfen soll. Was wirklich eintreffen wird, dieses Thema ist hervorragend für den anstehenden Wahlkampf. Zeit  wirds das Familien endlich mal wieder bei solch wichtigen Vorhaben mit einbezogen werden.

Selbst erzeugter Strom- jetzt können Sie diesen an Ihren Mieter verkaufen

Sie haben eine Immobilie gekauft oder gebaut in der eigener Strom erzeugt wird. Glückwunsch, sie dürfen ab 2017 den Strom günstig an Ihre Mietern verkaufen. Nachdem jahrelang der Strom überproduziert wurde und wir dafür fleißig Lehrgeld zahlen durften kommt nun endlich mal eine sinnvolle Gesetzesänderung.
Basis dafür ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2016, das auch für Wohnungseigentümergemeinschaften zutrifft. Wird der Mieterstrom in „unmittelbarer räumlicher Nähe“ zum Mietobjekt produziert, muss er nicht mehr über die öffentlichen Netze weitergeleitet werden. Seit 2017 entfallen bei sogenannten Mieterstrommodellen die Nutzungsentgelte und Konzessionsabgaben. Weiterhin entfällt auch weitgehend die EEG-Umlage. Durch die niedrigeren Nebenkosten wird die Attraktivität des Mietobjekts gesteigert. Jeder Mieter darf sich dabei frei entscheiden, ob er verfügbaren Mieterstrom beziehen will oder ob er einen anderen Strom-Anbieter wählt. Bundesländer wie Hessen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen unterstützen zudem die lokale Stromversorgung von Mietwohnungen, indem sie Beratung und Hilfe bei der Zählerinfrastruktur, Beratung oder der Installation zur Verfügung stellen.

 

Rauchmelderpflicht-jetzt auch in NRW, Berlin und im Saarland

Bauvorschriften sind Ländersache – das auch die Ausstattung mit Rauchmeldern in privaten Räumlichkeiten. Zwischenzeitlich haben alle 16 Bundesländer die Vorschriften für Neubauten und umfangreiche Umbauten gesetzlich neu geregelt. Unterschiede gibt es allerdings in den Übergangsfristen. Ab 2017 müssen Alt- und Neubauten in NRW und im Saarland mit Rauchwarnmeldern ausgestattet werden – Berlin sieht dies ab 1. Januar für Neubauten vor. ​

 

 

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